6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre

6.1 Stimmrechtsbeschränkung und -vertretung

An der ordentlichen Generalversammlung sind alle Aktionäre teilnahme- und stimmberechtigt, die am betreffenden Stichtag mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragen sind. Das Stimmrecht der zu diesem Zeitpunkt mit Stimmrecht im Aktienregister eingetragenen Aktionäre ist keinerlei Beschränkungen unterworfen. Jede Aktie hat eine Stimme.

Die Eintragung als Aktionär mit Stimmrecht kann einem Aktienbesitzer verweigert werden, (i) sofern dieser auf Verlangen der Implenia AG nicht nachweist, die Aktien im eigenen Namen und auf eigene Rechnung erworben zu haben und zu halten, oder sofern er als Nominee auftritt, wenn er sich nicht schriftlich bereit erklärt, die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen offenzulegen, für deren Rechnung er die Aktien hält, bzw. wenn er diese Informationen auf erste Aufforderung hin nicht unverzüglich schriftlich offenlegt (Art. 7 Abs. 4 lit. a der Statuten), und (ii) wenn die Anerkennung als Aktionär die Implenia AG gemäss den ihr zur Verfügung stehenden Informationen daran hindern könnte, gesetzlich geforderte Nachweise über die Zusammensetzung des Kreises der Aktionäre und/oder der wirtschaftlich Berechtigten zu erbringen (Art. 7 Abs. 4 lit. b der Statuten).

Ferner ist der Verwaltungsrat – wie oben erwähnt – ermächtigt, mit den Nominees Vereinbarungen über deren Meldepflichten abzuschliessen (siehe Ziff. 2.6 dieses Berichts sowie das Eintragungsreglement).
http://www.implenia.com/de-ch/investoren/die-aktie/eintragungsreglement.html

Im Berichtsjahr wurden keine Ausnahmen gewährt.

Die vorgehend beschriebenen statutarischen Eintragungs-­ bzw. Stimmrechtsbeschränkungen können mittels Statutenänderung aufgehoben werden. Letztere verlangt einen Beschluss der Generalversammlung, der mindestens zwei Drittel der vertretenen Aktienstimmen und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte auf sich vereinigt (Art.16 Abs.1 der Statuten).

Gemäss Art.13 Abs.3 der Statuten können sich Aktionäre, die nicht persönlich an der Generalversammlung teilnehmen, durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär mittels schriftlicher Vollmacht oder durch den unabhängigen Stimmrechtsvertreter vertreten lassen. Organ­- und Depotvertretung nach den Art. 689c und 689d des Obligationenrechts sind nicht zulässig (Art.11 VegüV). Gemäss Art.13 Abs. 5 der Statuten entscheidet der Vorsitzende der Generalversammlung über die Zulässigkeit einer Vertretung. Die allgemeine Weisung, bei in der Einberufung bekannt gegebenen und nicht bekannt gegebenen Anträgen jeweils im Sinne des Antrags des Verwaltungsrats zu stimmen, gilt als gültige Weisung zur Stimmrechtsausübung.

Unmündige oder Bevormundete dürfen gemäss Art.13 Abs.4 der Statuten durch ihren Rechtsvertreter vertreten werden, verheiratete Personen durch ihren Ehepartner und juristische Personen durch Unterschrifts-­ oder sonstige Vertretungsberechtigte, auch wenn diese Vertreter nicht Aktionäre der Gesellschaft sind. Der Vorsitzende der Generalversammlung entscheidet über die Zulässigkeit einer Vertretung (Art.13 Abs.5 der Statuten).

Zudem wird an der ordentlichen Generalversammlung vom 22. März 2017 wiederum die elektronische Erteilung von Weisungen und Vollmachten möglich sein.

Die Statuten kennen keine weiterführenden Regelungen zur Abgabe von Weisungen an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter sowie zur elektronischen Teilnahme an der Generalversammlung. Die geltenden Regelungen werden in der jeweiligen Einladung beschrieben.

6.2 Statutarische Quoren

Die Beschlüsse der Generalversammlung erfolgen gemäss den gesetzlich vorgeschriebenen Mehrheiten. Die Statuten sehen keine abweichenden Mehrheiten vor, mit Ausnahme der Aufhebung und der Erleichterung statutarischer Übertragungsbeschränkungen, welche einer Stimmenmehrheit von zwei Dritteln der vertretenen Aktienstimmen und der absoluten Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte bedürfen (Art.16 Abs.1 der Statuten). Beschlüsse betreffend Fusion, Spaltung und Umwandlung unterliegen den im schweizerischen Fusionsgesetz dargelegten Bestimmungen.

6.3 Einberufung der Generalversammlung

Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich spätestens sechs Monate nach Ablauf des Geschäftsjahrs statt (Art.10 Abs.2 der Statuten). Sie wird vom Verwaltungsrat einberufen, wobei die Einladung mindestens zwanzig Tage vor der Versammlung unter Angabe der Traktanden und Anträge im schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert wird. Namenaktionäre können überdies schriftlich orientiert werden (Art.10 Abs.1 sowie Art.11 Abs.1 der Statuten). Der Entscheid zur Bestimmung des Standorts der General­versammlung wird vom Verwaltungsrat getroffen.

Die Einladungen sowie die Protokolle zu den Generalversammlungen werden auf der Website von Implenia publiziert.
http://www.implenia.com/de-ch/investoren/generalversammlung.html

6.4 Traktandierung

Gemäss Art.11 Abs.2 der Statuten können Aktionäre, die mindestens 1% des ausgegebenen Aktienkapitals vertreten, die Traktandierung eines Verhandlungsgegenstands beantragen. Ein entsprechendes Gesuch ist dem Verwaltungsrat mindestens 45 Tage vor der Generalversammlung schriftlich einzureichen.

6.5 Eintragungen im Aktienbuch

Den am jeweiligen Stichtag mit Stimmrecht im Aktienbuch eingetragenen Aktionären wird die Einladung zur Generalversammlung zugesandt. Der Stichtag für die Stimmberechtigung an der Generalversammlung wird vom Verwaltungsrat jeweils gestützt auf Art.13 Abs.2 der Statuten festgelegt. Die betreffenden Daten sind in der jeweiligen Einladung aufgeführt.

Die Statuten mit dem genauen Wortlaut der vorgenannten Bestimmungen sind auf der Website von Implenia abrufbar.
http://www.implenia.com/de-ch/uber-uns/corporate-governance/statuten.html