Arbeitssicherheit und Gesundheit stehen im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit.

77(88)

Anzahl Unfälle pro 1000 Vollzeiten

548(539)

Anzahl Mitarbeitende mit Absenz
> 30 Tage (Schweiz)

4,4%(4,4%)

Abwesenheitsrate

20%(21%)

prozentualer Anteil der Abwesenheiten
durch Berufsunfälle

Notfall
Übung macht den Meister: Implenia führt regelmässig Übungen und Schulungen zur Arbeitssicherheit auf den Baustellen durch.

 

 

Health & Safety

Weitere Schritte hin zu einem sicheren Arbeitsumfeld

  •  Unfallzahlen erneut gesenkt
  •  Internationaler Erfahrungsaustausch bringt  weitere Verbesserungen
  •  Noch sind wir nicht am Ziel

Risiken erkennen, Unfälle verhindern – so lautet die Devise bei ­Implenia. Arbeiten auf dem Bau ist mit Risiken verbunden. Entsprechend misst ­Implenia dem Thema Health & Safety ­allerhöchste Priorität bei. Intensive Schulung, Kommunikation sowie regelmässige Sicherheitsbegehungen auf Baustellen helfen, die Unfallzahlen zu senken. Für ­Implenia ist klar: Sicherheit kommt an erster Stelle.

Arbeitssicherheit und Gesundheit stehen im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit.

77(88)

Anzahl Unfälle pro 1000 Vollzeiten

548(539)

Anzahl Mitarbeitende mit Absenz
> 30 Tage (Schweiz)

4,4%(4,4%)

Abwesenheitsrate

20%(21%)

prozentualer Anteil der Abwesenheiten
durch Berufsunfälle

 

Unfälle auf Baustellen sind vermeidbar. Genau dies ist das Ziel von ­Implenia: Die Gruppe will die Unfallzahlen weiter minimieren und hat dafür klare Zielsetzungen definiert. Die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften ist im «Code of Conduct», dem Verhaltenskodex von ­Implenia, festgehalten. Seit 2014 ist Health & Safety ein fixes Traktandum jeder Sitzung des Group Executive Board, welches wöchentlich die neusten Unfallzahlen erhält. Auch dies beweist, welch hohen Stellenwert die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz bei ­Implenia geniessen.

Klare Prozesse erhöhen die Sicherheit

­Implenia führt in allen Ländern regelmässig eine Vielzahl von Programmen und Aktionen durch, um das Sicherheitsbewusstsein und die Sicherheitskultur zu schärfen. Die Basis bilden die ­Implenia Health & Safety Prozesse. Diese sind ein wesentlicher Bestandteil des ­Implenia Management Systems 2.0.

Im Berichtsjahr fand erstmals eine internationale bereichsübergreifende HSE-SUS (Health, Safety & Environment - Sustainability) Conference statt – zusätzlich zu den regelmässigen HSE-Workshops, die sowohl zentral als auch in den Geschäftseinheiten stattfinden, und den monatlichen Sitzungen des zentralen Health & Safety-Steuerungskomitees der Schweizer Geschäftseinheiten. Der regelmässige Erfahrungsaustausch innerhalb der gruppenweiten Health & Safety-Organisation dient dazu, neue Handlungsfelder und Verbesserungs­potenzial zu identifizieren. Das soll nicht zuletzt dazu beitragen, die Unfallzahlen in der ganzen Gruppe auf das tiefe Niveau der skandinavischen Einheiten zu senken.

Für 2017 hat ­Implenia klare Ziele definiert: Die Unfallzahlen sollen um 10 Prozent gesenkt werden, ebenso die Ausfallzeiten. Um dies zu erreichen wird die Evaluation von Unfällen noch umfassender vorgenommen. Nach jedem Unfall eines ­Implenia Mitarbeitenden müssen künftig eine aussagekräftige Analyse sowie ein dokumentiertes Gespräch mit dem jeweiligen Vorgesetzten stattfinden. Zudem absolvieren die Führungskräfte regelmässige Sicherheitsbegehungen auf den Baustellen.

Verteilung Unfallkategorien 2016

H&S-Team verstärkt.

Mit der im Vorjahr eingeführten Doppelspitze verfügt ­Implenia über ein starkes Führungsteam, welches gemeinsam den Wissensaustausch über alle Bereiche und Länder garantiert und fördert. ­Implenia hat 2016 die Grundlagen für ein einheitliches HSE-Reporting und die Zusammenführung von Daten aus verschiedenen Systemen erstellt.

Zudem wurden die HSE-Standards auf Basis bereits bestehender Prozesse verbessert und ein verhaltensbezogenes Arbeitssicherheitsprogramm (mehr zu «Safety Counts!» unten) eingeführt.

Eine Schlüsselrolle bei der Verankerung der Sicherheitskultur in den Geschäftseinheiten kommt den Sicherheitsbeauftragten (SiBe) zu. Sie verbringen den grössten Teil ihrer Arbeitszeit auf den Baustellen und unterstützen die Verantwortlichen in der Linie bei der Implementierung der Sicherheitsprozesse. Wichtig ist zudem die zentrale Erhebung und Auswertung des Unfallgeschehens. Implenia ermittelt so den Optimierungsbedarf in der Health & Safety-Arbeit und initiiert geeignete Präventionsmassnahmen. 2016 wurden die SiBe spezifisch in den Bereichen Gefahrengut und Umwelt geschult. Im Rahmen der Schulung «15min Sicherheit» haben sie das erworbene Fachwissen auf allen Baustellen weitergeben. 2017 sind weitere Ausbildungs-Workshops für die SiBe zu Spezialthemen geplant.

Sicherheit ist Chefsache.

Sicherheit ist eine Führungsaufgabe und genau hier setzt das interne Programm «Safety counts!» an. ­Implenia startete das Programm 2016 und es wird in allen Geschäftseinheiten durchgeführt. Damit soll die Verbesserung der Sicherheitskultur gezielt und top-down über die Linienverantwortung erfolgen. Das verhaltensbezogene Programm legt den Fokus auf die Vorbildfunktion der Führung, die Kommunikation miteinander und eine transparente und positive Fehlerkultur. Ziele und Aktionen werden gemeinsam festgelegt und tragen so zu einer bewussten und positiven Sicherheitskultur bei.

Als Unterstützung auf Ebene der Mitarbeitenden wurde mit der «Scratch Card» ein Incentive-Programm zur Einhaltung der Health & Safety-Vorschriften lanciert. Das Programm belohnt die Mitarbeitenden auf der Baustelle für besonders vorbildliches Verhalten und sicherheitsgerechte Arbeitsweise.

Im Rahmen der monatlichen Trainings «15 Minuten Sicherheit» wurde 2016 die Ausbildung der «lebenswichtigen Regeln der Suva» intensiviert und konsequent auf allen Baustellen in der Schweiz durchgeführt. Zudem wurde das Thema der strafrechtlichen Verantwortung aufgenommen. Erste Schulungen haben 2016 stattgefunden, weitere folgen 2017. Ebenfalls im Berichtsjahr wurde die neue Schutzausrüstung gemäss der neuen Norm EN 20-471 ­in der ganzen Gruppe eingeführt. Die SiBe sind angehalten, auf Baustellen vermehrt auf die Verwendung der korrekten Schutzausrüstung zu achten. Die Schutzausrüstung bleibt ein wichtiges Thema in verschiedenen Schulungen.

Notfallplanung und Erste Hilfe-Ausbildung

Ereignet sich trotz aller Vorsichtsmassnahmen ein Notfall, gilt es schnell zu handeln. ­Implenia hat das Vorgehen bei Notfällen bis ins Detail geregelt – von der Meldung bis zur Einberufung einer Taskforce vor Ort. 2016 wurde die Notfallplanung weiter optimiert. Rechtliche Aspekte wie auch die Tendenz zu mehr Regressfällen verlangen ein noch schnelleres und entschlosseneres Handeln vor Ort. Die Notfallpläne sind allen Mitarbeitenden zugänglich und werden regelmässig geschult.

Um die rasche medizinische Erstversorgung von Verunfallten sicherzustellen, hat das Schweizer Institut für Rettungsmedizin im Berichtsjahr im Auftrag von ­Implenia Erste-Hilfe-Schulungen (BLS-AED-SRC) und Rettungshelfer-Kurse für die Mitarbeitenden durchgeführt. Auch im Rahmen der Sicherheitsparcours, die direkt auf den Baustellen stattfinden, werden die Mitarbeitenden mit medizinischen Notfallmassnahmen vertraut gemacht.

Klare Vorgaben für Subunternehmer

Die ­Implenia-Health & Safety-Grundsätze und -Sicherheitsstandards gelten auch für Subunternehmer und Lieferanten. Seit dem Geschäftsjahr 2016 beinhaltet jeder Werkvertrag das «HSE Pflichtenheft für Subunternehmer», das die entsprechenden Anforderungen regelt. Dazu gehört, dass jeder Subunternehmer vor Beginn seiner Arbeiten eine Risikoanalyse durchführt. Er muss eine Person bezeichnen, die für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit zuständig ist und stets auf der Baustelle verfügbar sein muss. Zudem müssen die Mitarbeitenden, temporäre Angestellten und Lieferanten von Subunternehmern eine Schulung über den Inhalt des «Code of Conduct» von ­Implenia absolvieren. Damit stellt ­Implenia sicher, dass die Health & Safety-Vorschriften auf all ihren Baustellen eingehalten werden.

Unfallzahlen sinken

Erfreulicherweise haben die zahlreichen Health & Safety-Initiativen und Sofortmassnahmen im Jahr 2016 Wirkung gezeigt: Insgesamt ging die Zahl der Unfälle je 1000 Vollzeitbeschäftigte gruppenweit gegenüber dem Vorjahr um über 10 Prozent auf 77 von 86 zurück.

Die positive Entwicklung der Unfallzahlen ist Ansporn, die Anstrengungen im Bereich Health & Safety weiterzuführen. Ziel ist es, die Unfallzahlen weiter zu reduzieren und das betriebliche Gesundheitsmanagement systematisch zu verankern.

Im Vergleich zum Vorjahr bleiben die Nicht-Berufsunfälle im Berichtszeitraum stabil (+1%). Die meisten Unfälle geschahen bei Ballsportarten, im Strassenverkehr sowie durch Fehltritte oder Stürze in Haus und Garten. Das Verhältnis der Abwesenheitsrate infolge Berufsunfalls und Nicht-Berufsunfalls hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. 64 Prozent der Abwesenheiten wurden durch Krankheit verursacht, 20 Prozent durch Berufsunfälle und 16 Prozent durch Nicht-Berufsunfälle.

Die Betreuung verunfallter oder erkrankter Mitarbeitenden und deren Wiedereingliederung ist Aufgabe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Im Jahr 2016 betreute dieses interne Team 548 Fälle. Davon befinden sich noch 122 Mitarbeitende in Abklärung oder absolvieren eine Therapie; die restlichen 426 Mitarbeitenden konnten ihre frühere Arbeit wieder aufnehmen.

­Implenia Health & Safety Award

2014: Ein Leben gerettet

Mit dem Health & Safety Award zeichnet ­Implenia jedes Jahr eine Baustelle, ein Team oder eine Person für ausserordentliche Leistungen im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit aus. Der Award soll die Motivation für das Thema stärken und das Verantwortungsbewusstsein schärfen. Unter den eingereichten Vorschlägen küren alle ­Implenia Mitarbeitenden in einem Voting den oder die Sieger. 2015 vergab ­Implenia im Rahmen der Kadertagung den Preis zum ersten Mal. Der Sieger des Health & Safety Awards 2014 war Antonio Barbagallo, Polier der Baustelle «La Petite Prairie» in Nyon. Er bemerkte bei einem Kollegen Anzeichen eines Herzinfarkts und leistete sofort Erste Hilfe. Damit hat er ihm das Leben gerettet.

2015: Agil in den Tag

Der Gewinner des Health & Safety Award 2015 heisst Beat Klaus. Der Polier der Baustelle Killwangen wurde mit dem Goldenen Helm für das von ihm initiierte Projekt «Energie- und Beweglichkeitsübungen» ausgezeichnet. Dank dem Aufwärmtraining zu Beginn des Arbeitstags konnte er die Unfall- und Ausfallzahlen auf der Baustelle massgeblich reduzieren. Gleichzeitig stärkten die gemeinsamen Übungen auch den Teamgeist.

 Ausgezeichnet: Bjarne Brendstuen,
 Jorge Monteiro und Hans-Juergen
 Bognar an der diesjährigen Award-
 Verleihung (v.l.n.r)

2016: Dank Schulung Leben retten

Den Health & Safety Award 2016 hat das Baustellenteam rund um Jorge Monteiro aus Genf erhalten. Die Mitarbeitenden der Implenia Baustelle «TPG» haben 2016 einem Arbeitskollegen dank schnellem Handeln das Leben gerettet. Dieses vorbildliche Verhalten ist das Resultat von regelmässigen Erste-Hilfe-Ausbildungen bei Implenia. Dabei lernen die Mitarbeitenden die grundlegenden Massnahmen, um im Notfall wirksam Hilfe leisten zu können. Der Special Award ging an Bjarne Brendstuen. Durch sein Engagement konnten die Unfallzahlen in Norwegen um rund 45 Prozent gesenkt werden.

 

 

 

 

Notfall
Übung macht den Meister: Implenia führt regelmässig Übungen und Schulungen zur Arbeitssicherheit auf den Baustellen durch.