Project Excellence & Services

Seine bereichsübergreifenden technischen Kompetenzen fasst Implenia unter Project Excellence & Services (früheres Technical Center) zusammen und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Im Fokus stehen dabei Prozessoptimierungen sowie die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualität, Value Assurance und Equipment & Technology Services.

Konkret umfasst Project Excellence & Services die funktionalen Einheiten Safety, Quality, Sustainability und Environment, Lean Construction, Value Assurance und Equipment & Technology Services. Project Excellence & Services schafft durch kontinuierliche Prozessoptimierungen, fortlaufende Verbesserungen der technischen Fähigkeiten sowie als Innovationsmotor in enger Kooperation mit den operativen Einheiten Mehrwert für die ganze Gruppe. Zudem ist das Kompetenzzentrum Taktgeber für den strategisch wichtigen Bereich Nachhaltigkeit und für Themen rund um die Arbeitssicherheit sowie die Prozess- und Produktqualität.

Lean Construction

Durch die zentralisierte Vernetzung von Prozessen, Fachwissen und Personen sowie Methoden innerhalb von Projekten trägt Project Excellence & Services grundlegend dazu bei, die betriebliche Leistungseffizienz der gesamten Gruppe zu steigern. Im Vordergrund stehen dabei standardisierte Prozesse, Lean Construction, und durch die intensive Zusammenarbeit mit der Abteilung Building Information Modeling (BIM), die weitere Entwicklung im digitalen Bauen.

Die Prinzipien von Lean Construction werden im Hochbau standardmässig eingesetzt und in den Bauprojekten gelebt. Seit 2018 finden diese Prinzipien auch im Bereich Modernisierung eine verbreitete Anwendung, wo mehrere wichtige Umbauprojekte methodisch geplant und umgesetzt wurden. Auch der Bereich Infrastruktur sowie die Einheiten in Norwegen und Schweden arbeiten intensiv an der langfristigen Geschäftsausrichtung mithilfe von Lean-Ansätzen. Im Geschäftsjahr 2019 wird diese Entwicklung weitergetrieben und mit anderen digitalen Werkzeugen vernetzt. Das Ziel ist es, Personal und Material optimal einzusetzen.

Aufbau Project Excellence & Services


Mit dem Implenia Management System (IMS 2.0) stellt die Gruppe eine durchgängige Projektführung basierend auf allgemeingültigen Standards von der Akquisition bis zur Übergabe an den Kunden und einschliesslich der Garantiezeit sicher. Dadurch wird die Zusammenarbeit in Projektteams verbessert und die Kommunikation vereinfacht. Im Jahr 2018 wurde das Implenia Management System auch auf die Marktbearbeitung ausgedehnt. Die kontinuierliche prozessuale Verbesserung über alle Bereiche hinweg bleibt auch 2019 eine der zentralen Aufgaben.

Value Assurance

Mit Value Assurance analysiert Implenia Chancen und Risiken in Projekten und unterstützt die operativen Einheiten bei der Evaluierung. Seit 2016 ist ein einheitlicher Prozess über das Implenia Management System eingeführt. Im Berichtsjahr wurden der Prozess und die zugehörigen Werkzeuge weiter optimiert. Ziel ist es, die für Implenia vielversprechendsten Projekte auszuwählen und die Qualität der nachfolgenden Angebote und somit die Hit-Rate zu steigern.

Equipment & Technology Services

Unter dem Dach Equipment & Technology Services (ETS) werden die Leistungen der Werkhöfe in der Schweiz und in Deutschland zur Einrichtung und Versorgung der Baustellen gebündelt. Mit der Zusammenführung des technischen Know-how und Dienstleistungen aus einer Hand entwickelt ETS massgeschneiderte Lösungen für unsere Baustellen und Baueinheiten. Im Fokus standen 2018 die Optimierung der Netzwerklogistik der Werkhöfe sowie der Ausbau des Service-Portfolios. Durch gruppenweites Equipment-Pooling, Standardisierung und Zentralisierung von Aktivitäten und die Bündelung von Investitionen wird die Effizienz in den Werkhöfen und auf den Baustellen weiter gesteigert.

Building Information Modeling (BIM)


Implenia hat im Berichtsjahr vor allem bei institutionellen Auftraggebern eine deutliche Nachfragesteigerung nach BIM-Leistungen festgestellt. Dies spiegelt sich nicht nur in der Anzahl, sondern auch in der Qualität der Anforderungen wider. Hier zeigt sich, dass die früh getroffene Entscheidung, BIM konsequent in allen von Implenia realisierten Entwicklungsprojekten einzusetzen, angemessen war. Unter anderem der Erfahrungszuwachs aus diesen Projekten qualifiziert Implenia als kompetenten Ansprechpartner für alle Beteiligten und befähigt die Gruppe, externe Anforderungen bezüglich BIM zu übertreffen und interne Zielsetzungen zu erreichen. Auftragsgewinne in Infrastrukturprojekten mit hohen Anforderungen in Skandinavien und Deutschland sowie zunehmend durchgängige digitale Prozesse, beispielsweise im privaten Sektor in der Schweiz, unterstreichen dies.

Insgesamt wurden 2018 in über 150 Projekten BIM-Leistungen erbracht, sei es in der Wettbewerbs-, Angebots-, Planungs- oder Ausführungsphase, im Bereich BIM2FM oder im Digitalen Investitionsmodell (DIM). Durch den konzernweiten Ausbau der Kompetenzen sowohl bei Anwendern in allen Sparten und Regionen als auch im zentralen BIM-Team wird der Trend zu BIM-Projekten nachhaltig gefördert, sodass auch 2019 umfassende Verbesserungen in der digitalen Steuerung der Planungs- und Ausführungsprozesse realisiert werden können.