Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre

Gerne legen wir Ihnen den Vergütungsbericht der Implenia AG für das Geschäftsjahr 2018 vor. Neben dem vorgegebenen Rückblick möchten wir die Gelegenheit nutzen, die wichtigsten Veränderungen hervorzuheben.

Mit dem Wechsel an der Spitze der Geschäftsleitung am 1. Oktober 2018, als der neue CEO André Wyss das Ruder vom langjährigen CEO Anton Affentranger übernahm, wurde eine Reihe von Anpassungen und Veränderungen in die Wege geleitet. Das Nominations- und Entschädigungs­komitee hat seither in enger Absprache mit dem Gesamtverwaltungsrat eine grundsätzliche Überprüfung des Vergütungssystems und der Vergütungsstrukturen der Geschäftsleitung in die Wege geleitet. Dabei wurde neben der internen auch externe Unterstützung beigezogen. Im Laufe des Jahres 2019 werden die Vergütungsstrukturen schrittweise an die neue strategische Planung, die divisionale Organisation und die neuen Führungsstrukturen und -aufgaben angepasst.

Nachfolgend möchten wir eine kurze Übersicht über die eingeleiteten Veränderungen geben. Weitere Details finden Sie im Vergütungsbericht vor allem unter Ziffer 3.1.

  • Das Verhältnis der Salärkomponenten, welche fix und variabel sind, wurde angepasst und wird neu jeweils am jährlichen Zielgehalt ausgerichtet (nicht wie bisher bei Vertragsschluss). Neu erhält der CEO 40% seines Zielgehaltes in Form einer fixen Vergütung und 60% in Form einer erfolgsabhängigen variablen Vergütung (davon 20% kurzfristig und 40% langfristig). Für Mitglieder der Geschäftsleitung, neu Implenia Executive Committee (IEC) genannt, beträgt das Verhältnis 50% fix und 50% variabel (davon 20% kurzfristig und 30% langfristig).
  • Die Zielgehälter werden unter Berücksichtigung von Marktdaten und der neuen Aufgaben­bereiche schrittweise angepasst und die Vertragsbedingungen überarbeitet.
  • Die finanziellen Ziele unter dem Short-Term Incentive Plan (STI) werden für Divisionsverant­wortliche neu zur Mehrheit an den divisionalen Ergebnissen ausgerichtet (bisher ausschliesslich Gruppenergebnisse).
  • Die bisherige Praxis der Zuteilung einer bei Vertragsschluss festgelegten Anzahl Aktien wird überführt in einen erfolgsabhängigen Long-Term Incentive Plan (LTI), welcher Performance Share Units (PSU) zuteilt, die über eine Zeitperiode von 3 Jahren verdient werden, wenn im Voraus bestimmte Ziele erreicht werden.
  • Sodann wird sowohl für das neue IEC als auch für den Verwaltungsrat eine Aktienhalterichtlinie eingeführt.

Mit den zusätzlichen personellen Veränderungen wird das Geschäftsjahr 2019 auch in vergütungs­bezogener Hinsicht ein Übergangsjahr. Aufgrund der Neuernennungen und Beförderungen, aber auch der Austritte aus der Geschäftsleitung ist derzeit zu erwarten, dass der Zusatzbetrag gemäss Art. 15 Abs. 5 der Statuten für das Geschäftsjahr 2019 bestimmungsgemäss in Anspruch genommen werden wird. Wir sind jedoch überzeugt, dass diese Veränderungs­prozesse wesentlich dazu beitragen werden, das gesamte Unternehmen an der neuen Strategie und am neuen Operating Model auszurichten und den Aktionären den erwarteten Erfolg zu bringen.

Dabei gilt es auch zu berücksichtigen, dass Implenia ein attraktiver Arbeitgeber für qualifizierte Mitarbeitende bleibt, um weiterhin auf Talente zählen zu können.

Die obenstehenden Veränderungen haben auch einen Einfluss auf die beantragte Maximal­vergütung für die Geschäftsleitung (IEC) für das Geschäftsjahr 2020: Anstelle der bisherigen CHF 10,0 Mio. Maximalbetrag für fünf Geschäftsleitungsmitglieder beantragen wir Ihnen einen Maximalbetrag von CHF 13,0 Mio. für neun Geschäftsleitungsmitglieder zuzüglich allfälliger Restzahlungen von ehemaligen Konzernleitungsmitgliedern, deren Kündigungsfrist erst im Geschäftsjahr 2020 ausläuft. Die gesamthafte Vergütung für die beiden obersten Führungsebenen wird – abgesehen von Kündigungskosten – mit der neuen, auf die Strategie abgestimmten Organisation und klareren Verantwortlichkeiten jedoch stabil bleiben.

Auf der Ebene des Verwaltungsrats freuen wir uns, Ihnen die Wiederwahl sämtlicher bisheriger sechs Mitglieder sowie die Zuwahl von Frau Barbara Lambert zu beantragen. Mit der Zuwahl wird der Verwaltungsrat wieder aus sieben Mitgliedern bestehen, weshalb die beantragte Gesamtvergütung von CHF 1,35 Mio. auf CHF 1,5 Mio. erhöht wurde. Die Vergütungen der einzelnen Verwaltungsratsmitglieder werden nicht angepasst.

Wir zählen auf Ihr Vertrauen und danken Ihnen sehr für die Unterstützung in diesem aus Sicht des gesamten Verwaltungsrats notwendigen Veränderungsprozess.

Ines Pöschel
Vorsitzende des Nominations- und Entschädigungskomitees